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Flussaal


  • lateinisch: Anguilla anguilla
  • slowakisch: Úhor obyčajný
  • englisch: Eel
  • deutsch: Aal, Flussaal
  • der Rang: Holobřiš
  • das Gesinde: Úhořovití
  • die Nahrung: Allesfresser, das Raubtier
  • die Lebensdauer: 20 Jahre
  • die Geschlechtsreife: 10-15Jahre
  • Zeitabtauen:
  • eine normale Grösse: 50-80 cm
  • das Maximum: vielleicht bis 150cm

Der Aal ist ein unverwechselbarer Fisch in Gewässern großen Teils Europas. Er ist bekannt für seine einzigartige Fortpflanzung, während deren erwachsene Fische in entfernte Gebiete des Atlantiks (in die Sargassosee) ziehen und die Fischbrut dann durch einen mühsamen und qualvollen Weg an die Orte zurückzieht, wo ihre Eltern aufgewachsen sind.

In Binnengewässer dringen jedoch nur Weibchen vor, Männchen halten sich in der Nähe vom Meer in Flussmündungen auf. Während der Forschung wurden auf unserem Gebiet nur etliche Männchen gefunden, praktisch alle unseren Aale sind weiblich.

Das Ziehen der Aale kompliziert heute schlechte Durchgängigkeit der Gewässer für Wanderfische (zum Beispiel Wehre, Stauseen), so wird das Überleben dieses Fischs an vielen Orten nur mit dem künstlichen Besetzen versorgt.

Dank diesem ist der Aal auch dort verbreitet, wo er ursprünglich nicht vorgekommen ist. (Die Frage der möglichen Rückkehr von erwachsenen Fischen auf das Laichbett wird nicht gelöst).

An anderen Orten sinken wieder seine Bestände, weil das teure Besetzen bei weitem nicht reicht, den ursprünglich reichen Zufuhr junger Einzelnen, die durch den natürlichen Weg ziehen, zu ersetzen.

Dank großen Interesses an der kommerziellen Aalzucht gibt es heute eine Menge von Aalfarmen, die einen erheblichen Teil von gefangenen Aalbesätzen (auch Montée) verbrauchen und ihren Preis auf dem Markt erhöhen.

Nicht einmal der Weg ins Meer ist für die erwachsenen Aale einfach – in unseren Gewässern enden die meisten in Wasserkraftwerksturbinen und besonders Aale aus Südböhmen, denen eine ganze Reihe von Stauseen entlang der Moldau entgegensteht, sind praktisch ohne Chancen erfolgreich ihre Reise zu beenden.

Der Aal ist ein Raubfisch, der am Boden lebt und insbesondere in der Nacht aktiv ist. Er ist unglaublich viel gefräßig und beweglich, er schafft sich tief in den Boden einzugraben und unter der Schlammfracht zu ziehen, er ist sehr widerständig bei einem kurzfristigen Aufhalten auf dem Festland und auf seinen Reisen kann er verschiedenste Hindernisse überwinden.

Sein Körper hat sich im Verlauf der Entwicklung perfekt angepasst – er ist lang gestreckt und schlangenförmig. Die Schuppen wurden zu kleinen Strichelchen, die tief in dicker Haut mit enormer Schleimschicht eingewachsen sind. Die Bauchflossen sind verschwunden und die Rücken- und Afterflossen sind mit der Schwanzflosse verwachsen und bilden im hinteren Teil einen langen Flossensaum.

Der Kopf ist klein lang gestreckt mit einem geräumigen Maul und Kiemendeckel, der perfekt mit einer Hautfalte bedeckt ist, die die empfindlichen Kiemen vor Schlamm schützt. Die dicke Haut bildet große Menge vom Schleim und gewährt dem Aal einen doppelten Schutz. Dazu ist sie noch mit einem Netz von Blutkapillaren durchwoben und dient als Hilfsatmungsorgan, das angeblich 85% des Sauerstoffes besorgt. (Wahrscheinlich handelt es sich um Verbrauch im Stillstand.) Dank dieser Anpassung kann der Aal mit relativ kleinen Kiemen ausreichen – die gegenüber der Fischgröße wirklich überraschend klein sind.

In unseren Gewässern bildet der Aal zwei morphologische Formen – schmal- und breitköpfige. Die breitköpfige hat einen walzenförmigen Körper und natürlich auch einen breiteren Kopf. In der Regel ernährt sie sich mit größeren Bissen und in einem fortgeschrittenem Alter pflegt sie raubgierig zu sein. Die schmalköpfige Form ist subtiler und schlanker und dank der schmaleren Kiefer sind in ihrer Nahrung auch Wasserwirbellose zu finden./p>

Interessant ist auch, dass das Blut einen hochgiftigen Stoff enthält, der sehr toxisch gegen Säugetiere ist. Schon ein halbes Gramm des Blutserums hat in Laborbedingungen innerhalb von 4 Minuten einen kleineren Hund getötet. (Die Fischotter haben es irgendwie geschafft – vielleicht auch darum, dass die Verdauungssäfte das Gift ziemlich schnell auflösen).

Die Wirkung des Gifts erinnert an die Intoxikation mit Otterngift und ist bestimmt nicht zu unterschätzen. Sehr unangenehm und schmerzhaft sind vor allem der Augenkontakt und eine offene Wunde. Da das Gift einen eiweißreichen Charakter hat, ist es nicht temperaturbeständig und löst sich schon bei etwa 60°C auf. Das zubereitete Aalfleisch ist deshalb ganz schadlos – sogar wird es als eins von den schmackhaftesten Fischfleischarten überhaupt geschätzt.

Mehr Informationen über diesen Fisch finden Sie unter www.mrk.cz im Fischatlas.